Kredite & Darlehen

Kredite und Darlehen sind schnell beantragt, sollten jedoch wohl überlegt sein und nicht leichtfertig geschlossen werden! Es lohnt sich vor der Entscheidung alle Möglichkeiten auszuloten und auch mit den Ansprechpartnern vom Studierendenwerk, welche euch genau zu diesen Themen beraten können, Kontakt aufzunehmen. Im Folgenden stellen wir euch in Kürze einige Darlehensmöglichkeiten vor.

  • Bildungskredit
  • KfW Studienkredit
  • Leistungen des Studierendenwerks
  • Sozialfonds der Studierendenschaft

Der Bildungskredit

Was ist der Bildungskredit?

Der Bildungskredit soll Studierenden, die entweder kein BAföG bekommen können oder besondere Ausgaben (z.B. für Studiengebühren, Exkursionen, Bücher etc.) haben, die nicht vom BAföG gedeckt werden, unter die Arme greifen und das Studium sichern und beschleunigen. Er soll Studierende unterstützen, die in den letzten Jahren des Studiums sind. Einkommen und Vermögen des Auszubildenden, seiner Eltern oder des Ehepartners spielen keine Rolle. Der Kredit kann auch zusätzlich zu einer Förderung durch das BAföG oder den KfW-Studienkredit in Anspruch genommen werden.

Die Förderung beträgt in der Regel 100, 200 oder 300 Euro im Monat (die Höhe muss festgelegt werden, die Dauer der Zahlung kann frei gewählt werden, muss aber mind. 3 Monate betragen), wird bis zu 24 Monate lang gewährt (maximal also 7200 Euro) und ist später mit Zinsen zurückzuzahlen. Da die Bürgschaft des Bundes in Anspruch genommen wird, ist dieser Kredit im Vergleich zu anderen Krediten relativ günstig. So liegt der Zins im März 2016 bei 1,03%.

Wer kann einen Bildungskredit erhalten?

Folgende Voraussetzungen müssen für den Bildugnskredit erfüllt sein:

  • Nicht älter als 36 Jahre.
  • Das 12. Semester wurde nicht überschritten.
  • Zwischenprüfungen, sofern sie im Studium vorgesehen sind, wurden bereits bestanden.

Weitere Voraussetzungen für Studierende findest du hier.

Antrag

Falls du den Bildungskredit in Anspruch nehmen willst, musst du dich schriftlich an das Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln wenden, oder per Internet unter www.bildungskredit.de Der Antrag sollte frühestens 4 Wochen vor Beginn den Bewilligungszeitraumes gestellt werden, da ein zeitlicher Zusammenhang bestehen muss. Die Antragstellung per Internet ist sehr sinnvoll, die Unterlagen können dann (innerhalb von zwei Wochen!) per Post nachgereicht werden. Für Fragen gibt es eine telefonische "Bildungskredit Hotline" unter Tel. 0228 / 99 358-4492. Das Bundesverwaltungsamt prüft deinen Antrag, wird er bewilligt, erhältst du einen Bewilligungsbescheid und kannst damit einen Kreditvertrag mit der KfW Förderbank schließen. Die Auszahlung erfolgt dann direkt durch die KfW Förderbank. Es müssen mehrere Wochen für die Bearbeitung des Antrages durch das Bundesverwaltungsamt eingerechnet werden.

Zur Rückzahlung

Solltest du nicht ordnungsgemäß zurückzahlen (können), so nimmt die KfW Förderbank die Bürgschaft des Bundes in Anspruch. Das Bundesverwaltungsamt versucht dann später, das Geld bei dir einzutreiben. Die Förderbestimmungen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) festgelegt.

 

Der KfW-Studienkredit

Da sich immer etwas an den genauen Inhalten und Vorgaben von Krediten ändern kann (zum Beispiel ein Zinssatz sich verändert) sollte euch unsere Information als kurzer Überblick dienen. Zusätzlich solltet ihr euch aber auch auf den verlinkten Seiten und beim Studierendenwerk genau informieren.

Der KfW-Studienkredit dient zur Finanzierung des Lebensunterhalts während des Erststudiums. Eine Kreditvergabe erfolgt dabei unabhängig vom eigenen Einkommen, Vermögen oder dem der Eltern. Darüberhinaus ist auch eine Kombination etwa mit dem BAföG oder dem Bildungskredit möglich. Sicherheiten oder Bürgen sind für den KfW-Studienkreit nicht erforderlich.

Der KfW-Studienkredit bietet flexible monatliche Beträge zwischen 100 und 650 EUR an und erfolgt in der Regel bis zum 10. Fachsemester. Im März 2016 beträgt der Zins 4%. Aktuelle Informationen zum Zins findet ihr hier.

Wer wird gefördert?

Es werden Studierende gefördert, die

  • die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen
  • Familienangehörige (gleich welcher Staatsangehörigkeit) deutscher Staatsangehöriger sind und sich mit ihnen in Deutschland aufhalten
  • EU-Staatsangehörige sind und sich seit mindestens 3 Jahren ständig in Deutschland aufhalten
  • Familienangehörige (gleich welcher Staatsangehörigkeit) von EU-Staatsangehörigen sind und sich mit ihnen in Deutschland aufhalten
  • Bildungsinländer sind. Das heißt Studierende mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit, die in Deutschland oder an einer deutschen Schule im Ausland die Hochschulzugangsberechtigung erworben haben.
  • an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule mit Sitz in Deutschland in Teilzeit, Vollzeit oder berufsbegleitend studieren
  • Alter zwischen 18 und 44 Jahren

Der KfW-Studienkredit wird bei der Absolvierung eines grundständigen Erststudiums, eines Zweitstudiums, eines Zusatz-, Ergänzungs- oder Aufbaustudiums (postgradual), eines berufsbegleitenden Studiums, eines Master-Studiengangs (postgradual) oder einer Promotion gewährt.

Antragsstellung

Bei der Antragsstellung sollte wie folgt vorgegangen werden:

  1. Zunächst wird der Antrag online ausgefüllt.
  2. Dann wird der ausgefüllte Vertragsangebot vollständig ausgedruckt und zur Prüfung bei einem KfW-Vertriebspartner vorgelegt und erst danach unterschrieben. In Kaiserslautern ist dies das Studierendenwerk Kaiserslautern. Alternative Vertriebspartner werden auf der Seite der KfW angegeben.
  3. Beim Einreichen des Vertrags werden folgende weiteren Unterlagen benötigt:

Das Studierendenwerk, bzw. ein anderer Vertriebspartner, prüft die Angaben und nimmt die Unterschriften auf dem Vertragsangebot entgegen. Der Online-Antrag wird im Anschluss freigeschaltet und an die KfW weitergeleitet.

Im Anschluss wird das Vertragsangebot von der KfW binnen 14 Tagen geprüft.

Leistungen des Studierendenwerks

Überbrückungsdarlehen

Studierenden, die ohne eigene Schuld in eine finanzielle Notlage geraten sind und dadurch an der ordnungsgemäßen Durchführung ihres Studiums gehindert werden, kann das Studierendenwerk Kaiserslautern ein zinsgünstiges Darlehen zur finanziellen Überbrückung der Notlage gewähren. Voraussetzung für die Vergabe des Darlehens ist der erfolgreiche Nachweis von mindestens (durchschnittlich) 20 Leistungspunkten für jedes abgeleistete Fachsemester, des derzeitigen Studiengangs. Studierende im ersten Fachsemester müssen keinen Leistungsnachweis erbringen. Die Darlehenshöchstsumme beträgt 2.500 Euro und wird mit 3 % p.a. verzinst. Zur Sicherung des Darlehens stellt der Darlehensnehmer einen deutschen Bürgen. Unterstützungsdarlehen können nur Studierende erhalten, für die das Studierendenwerk Kaiserslautern zuständig ist und die Beiträge an das Studierendenwerk entrichten. Ein Rechtsanspruch auf Unterstützungsdarlehen besteht nicht.

www.studierendenwerk-kaiserslautern.de/kaiserslautern/finanzen/ueberbrueckungsdarlehen/

Studienabschlussdarlehen

Studienabschlussdarlehen werden nur Studierenden im Erststudium gewährt, die innerhalb der nächsten zwölf Monate ihr Studium abschließen. Es muss nachgewiesen werden, dass hinreichende Aussichten auf einen erfolgreichen Studienabschluss bestehen. Die Höhe des Darlehens beträgt maximal 2.500 Euro und wird mit 3 % p.a. verzinst, zudem muss ein deutscher Bürge gestellt werden. Examensabschlussdarlehen können nur Studierende erhalten, für die das Studierendenwerk Kaiserslautern zuständig ist und die Beiträge an das Studierendenwerk entrichten. Ein Rechtsanspruch auf Examensabschlussdarlehen besteht nicht.

www.studierendenwerk-kaiserslautern.de/kaiserslautern/finanzen/studienabschlussdarlehen/

Finanzielle Soforthilfe

Studierende der TU Kaiserslautern, können eine finanzielle Soforthilfe bis zu 500 € pro Semester beantragen, wenn sie sich ohne eigenes Verschulden in eine akute Notlage geraten sind. Dafür muss nachgewiesen werden, dass die Notsituation vorübergehend ist. Ein Rechtsanspruch für den Erhalt besteht nicht.

www.studierendenwerk-kaiserslautern.de/kaiserslautern/finanzen/finanzielle-soforthilfe/

Freitische

Freitische (hierbei handelt es sich um kostenlose Mensa-Essen) können, soweit sie im Wirtschaftsplan veranschlagt sind, an bedürftige Studierende, deren soziale Lage es rechtfertigt, vergeben werden. Voraussetzung für die Vergabe von Freitischen ist der erfolgreiche Nachweis von mindestens (durchschnittlich) 20 Leistungspunkten für jedes abgeleistete Fachsemester des derzeitigen Studiengangs. Studierende im ersten Fachsemester müssen keinen Leistungsnachweis erbringen. Weiterhin darf das Einkommen des Studierenden nicht den jeweiligen BAföG-Höchstsatz abzüglich des Wertes der ausgegeben Freitische überschreiten. Bei Freitische handelt es sich nicht um einen Bargeld-Zuschuss. Vielmehr wird der Zuschuss auf die Chipkarte (Studierendenausweis) gebucht. Eine spätere Barauszahlung des nicht verwendeten Betrages ist ausgeschlossen. Das erhaltene Guthaben erlischt mit dem Wegfall des Studierendenstatus.

www.studierendenwerk-kaiserslautern.de/kaiserslautern/finanzen/Freitische/

Kontakt

Studierendenwerk Kaiserslautern

Bau 30 Raum 254

Gerlinde Bernath

Tel. 0631 205-4488

Sprechzeiten: 

Mo. - Fr.    9:00 - 11:00 Uhr

Mo. - Do. 13:00 - 15:00 Uhr

E-Mail: bernath@rhrk.uni-kl.de

Sozialfonds der Studierendenschaft

In außergewöhnlichen sozialen oder finanziellen Notlagen können Studierende der TU Kaiserslautern beim AStA Darlehen in Anspruch nehmen. Die Finanzierung des Darlehens erfolgt aus den Mitteln der Studierendenschaft.

Es werden Darlehen bis zu einer Höhe von 735,00 EUR (BAföG-Höchstsatz) vergeben, bis zu einer Höhe von 200,00 EUR erfolgt dies auch bürgschaftsfrei. Für Summen darüber wird ein Bürge oder eine Bürgin benötigt. Alternativ kann auch der Nachweis eines BAföG-Bezugs über die Darlehenssumme erbracht werden. Das Darlehen ist zinsfrei, die Rückzahlung wird individuell festgelegt.

Die Vergabeordnung des Sozialfonds, die die rechtliche Grundlage für die Vergabe von Darlehen regelt ist der rechten Spalte zu entnehmen. Den Darlehensantrag erhält man im AStA.

Der Sozialausschuss

Der Sozialausschuss entscheidet über die Vergabe von Darlehen an Studierende. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Ihm gehören die beiden Referenten für Soziales im AStA und zwei durch das Studierendenparlament direkt benannte Personen an. Die derzeitigen Mitglieder sind:

  • Larissa Leist (Vorsitz)
  • Robin Rüßmann
  • Meiko Volz – Ersatz: Jérôme Schalk
  • Tim Kohnle – Ersatz: Jonas Kirch

Der Sozialausschuss ist per Mail unter sozialausschuss@stupa.uni-kl.de zu erreichen.

Bei Fragen und Problemen könnt ihr auch gerne einen Termin zu einem persönlichen Gespräch ausmachen.

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