Fusion Landau: Stellungnahme des AStA

AStA verabschiedet auf seiner 25. Sitzung eine Stellungnahme zu einer möglichen Fusion mit dem Universitätsstandort Landau.

Zur Weiterentwicklung der rheinland-pfälzischen Hochschullandschaft und der Überarbeitung des Hochschulgesetzes (HochSchG) hat eine Expertenkommission einen Bericht über Potenziale, Herausforderungen und Chancen abgegeben. In diesem wird der TU Kaiserslautern ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt, während unter anderem für die Universität Koblenz-Landau Weiterentwicklungspotenzial gesehen wird.

Ein konkreter Vorschlag zur Weiterentwicklung der Universität Koblenz-Landau sieht eine engere Kooperation mit der TU Kaiserslautern, bis hin zu gemeinsamen Strukturen vor. Im Rahmen einer Fusion ergeben sich konkrete Auswirkungen auf die Studiengänge, das Lehramtsstudium in Kaiserslautern sowie ingesamt auch auf die Forschungsstärke und -reputation der TU Kaiserslautern.

Vor diesem Hintergrund hat der AStA sechs Forderung formuliert:

  1. Diskussionen zu einer Umstrukturierung der rheinland-pfälzischen Hochschullandschaft müssen transparent und offen geführt werden. Bevor eine Entscheidung für oder gegen eine Fusion zweier Standorte getroffen wird, muss mit allen beteiligten Stakeholdern, insbesondere den Studierenden, über die Chancen und Risiken diskutiert werden. Es wäre unverantwortlich, zuerst eine solch massive Strukturänderung zu beschließen und danach zu überprüfen, welche Effekte dies mit sich bringt.
  2. Im Falle einer Fusion der TU Kaiserslautern mit dem Standort Landau der Universität Koblenz-Landau muss das reguläre Studienangebot an einem Standort ohne Pendeln möglich sein. Dies schließt ein, dass sich die Lehrenden, die zugehörige Verwaltung und die relevanten Gremien am gleichen Standort befinden.
  3. Sollen Studiengänge im Zuge einer Umstrukturierung den Standort ändern, so muss für eingeschriebene Studierende eine Studienortgarantie mit einer angemessenen Zeit zum Abschluss des Studiums gewährt werden.
  4. Das bestehende Lehramtsstudium für Gymnasien und berufsbildende Schulen an der TU Kaiserslautern muss vollumfänglich, insbesondere inklusive der Bildungswissenschaften, erhalten bleiben. Wenn im Zuge einer Fusion Doppelstrukturen bestehen, muss sichergestellt werden, dass das hohe Ausbildungsniveau der TU Kaiserslautern erhalten bleibt.
  5. Im Falle einer Fusion der TU Kaiserslautern mit dem Standort Landau der Universität Koblenz-Landau muss sichergestellt werden, dass die Reputation der TU Kaiserslautern bezüglich Lehre und Forschung nicht leidet.
  6. Änderungen an der rheinland-pfälzischen Hochschullandschaft dürfen nicht zu schlechteren Studienbedingungen an der TU Kaiserslautern führen. Insbesondere darf die finanzielle Lage und Personalausstattung der TU Kaiserslautern nicht im Hinblick auf die Unterfinanzierung anderer Standorte verschlechtert werden. Es ist ein Ausbau der Finanzmittel vonnöten.