Nun blüht es!

Stellungnahme zur Entscheidung des Ministerrates

Jetzt ist es offiziell: Die Doppel-Universität Koblenz-Landau wird aufgetrennt; der Standort Koblenz wird eigenständig, während der Standort Landau mit der TU Kaiserslautern zusammengeführt wird. Das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) hat eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben.

Entscheidungsprozess

Als gestern der Wissenschaftsminister die TU Kaiserslautern besucht hat, stand diese Entscheidung bereits fest. Bisher hat die Landesregierung damit die Strategie verfolgt, gänzlich auf studentische Einbeziehung zu verzichten. „Das muss sich umgehend ändern!“, fordert AStA-Vorsitzender Mathis Petri. „Der bisherige Prozess gestaltete sich durch und durch intransparent. Wenn nun Details verhandelt werden sollen, ist die Einbeziehung aller Statusgruppen zwingend erforderlich.“ Der AStA hätte sich gewünscht, dass vor einer Entscheidung ergebnisoffen die Chancen und Risiken analysiert werden und darauf aufbauend eine Umgestaltung der Hochschullandschaft beschlossen wird, die beispielsweise die aktuellen Strukturprobleme der Doppel-Universität Koblenz-Landau vermeidet.

Finanzierung

Das MWWK hat zugesagt, vorübergehend mit zusätzlichen Finanzmitteln die Kosten der Zusammenführung zu tragen. Inwieweit ein einstelliger Millionenbetrag dafür ausreichend ist, kann der AStA nicht beurteilen. Klar ist jedoch, dass auch langfristige Mittelsteigerungen vonnöten sind, um die Standorte erfolgreich weiterzuentwickeln: Bei einer Zusammenführung rückt die TU Kaiserslautern bezüglich Studierendenzahlen zu den großen deutschen TUs auf, während der Anschluss bei gewissen Kennzahlen wie Drittmitteln und koordinierten Forschungsprojekten pro Kopf verloren geht. Es bedarf höherer Mittelzuweisungen, um dem zu entgegnen und das erklärte Ziel des Landes zu erreichen, „den Studien- und Forschungsstandort im Süden von Rheinland-Pfalz“ zu stärken. Am Standort Landau kommt hinzu, dass dort bereits seit längerer Zeit Finanzmittel fehlen: Der AStA Landau spricht von „erhebliche[m] Raum- und Kapazitätsmangel“ und einer Situation am Campus, die „nicht zukunftsfähig ist“. Auch hier muss das Land mit einer erheblichen Zusatzfinanzierung gegensteuern.

Ausstiegsmöglichkeit

Prof. Dr. Holger Burckhart, Vorsitzender der Expertenkommission zum Hochschulzukunftsprogramms „Potenziale, Herausforderungen, Chancen“, attestiert der Landesregierung Mut, „die große Herausforderung einer Strukturreform anzugehen“. Mit den Potenzialen und Chancen gehen jedoch auch Risiken einher, die von verschiedenen Akteuren an der TU Kaiserslautern auch vielfach geäußert wurden.

Damit der Mut der Regierung nicht in Leichtsinn überschlägt, muss das Szenario in Betracht gezogen werden, dass bei der Klärung der Details keine Einigung erzielt wird. Für diesen Fall muss ein Ausstieg aus der Zusammenführung möglich sein.

Der AStA möchte einen ersten Eindruck zur Stimmung und der Meinung zu diesem Thema auf dem Campus gewinnen.

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