Ergebnisse der Umfrage zur Zusammenführung mit Landau

Der AStA hat im Zeitraum vom 13. bis 26. März eine Online-Umfrage zur durch die Landesregierung angestrebten Zusammenführung der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Universitätsstandort Landau durchgeführt. Mit der Umfrage sollten erste Einstellungen und Meinung auf dem Campus erfasst werden. Um die Teilnahmehürde möglichst niedrig zu halten wurde auf ein Authentifizierungsverfahren zur Umfrageteilnahme verzichtet. Die Umfrage war jedoch nur aus dem Universitätsnetzwerk erreichbar. Mehrfachteilnahmen können nicht ausgeschlossen werden.

Insgesamt wurde für die nachfolgende Analyse 1.473 Teilnahmen berücksichtigt. Mit gut 81 Prozent stellten Studierende erwartungsgemäß die größte Statusgruppe unter den Teilnehmenden, wissenschaftliche Beschäftigte machten 12 Prozent, nicht-wissenschaftliche Beschäftigte fünf Prozent und Professor*innen zwei Prozent aus. Die meisten Befragten kommen aus dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik (259 Personen), die wenigsten aus dem Bereich Architektur (10 Personen).

Mehr als 70 Prozent aller Teilnehmer*innen äußern, dass sie sich stark für die Thematik interessieren. Das Interesse ist dabei bei den Beschäftigten um 6 Prozentpunkte höher als bei den Studierenden. Demgegenüber fühlen nur knapp 50 Prozent der Befragten von der geplanten Hochschulstrukturänderung (mindestens) stark betroffen. In der Gruppe der Beschäftigten ist die Betroffenheit dabei deutlich ausgeprägter als unter den Studierenden.

Interesse und Betroffenheit spiegel sich in der Häufigkeit der Informationsbeschaffung wieder: 50 Prozent der Befragten informierten sich mehr als einmal in der Woche. Auch hier liegt die Quote der Beschäftigten (plus 15 Prozentpunkte) erheblich über den Studierenden. In diesem Rahmen wurde auch gefragt, inwieweit mit den vorhanden Informationen Vor- und Nachteile der Zusammenführung abgeschätzt werden könnten. Immerhin 43 Prozent der Personen sagten, dass sie eine solche Abwägung gut vornehmen könnten, 34 Prozent gaben an, dass ihnen dies mittelmäßig gelingt. Somit konnten drei Viertel der Befragten nach eigener Aussage mäßig bis gut über mögliche Konsequenzen der geplanten Strukturveränderung urteilen. Umgekehrt waren aber 56 Prozent der Teilnehmer*innen unzufrieden mit dem Informationsstand seit der Bekanntgabe der Entscheidung der Landesregierung.

Die Kommunikation der Entscheidung selbst kann als Ergebnis der Umfrage nur katastrophal bezeichnet werden. Zwei Drittel der Befragten sind mit der Art und Weise sehr unzufrieden, 27 Prozent unzufrieden.

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Insgesamt wurden für die Datenanalyse 1.473 Personen berücksichtigt. Mit mehr als 80 Prozent stellten Studierende erwartungsgemäß die größte Gruppe.
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Die meisten Teilnahmen gab es aus dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik mit insgesamt 259 Personen, die wenigsten aus dem Bereich Architektur mit 10.
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Mehr als 70 Prozent aller Teilnehmer*innen äußern, dass sie sich stark für die Thematik interessieren. Das Interesse ist dabei bei den Beschäftigten um 6 Prozentpunkte höher als bei den Studierenden.
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Knapp 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich von der geplanten Hochschulstrukturänderung stark betroffen fühlen. In der Gruppe der Beschäftigten ist die Betroffenheit dabei deutlich ausgeprägter als unter den Studierenden.
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Das Interesse an der Thematik zeigt sich auch in der Häufigkeit der Informationsbeschaffung. 50 Prozent der Befragten informierten sich mehr als einmal in der Woche.
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Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich auf Basis der vorhandenen Informationen Vor- und Nachteile einer Zusammenführung gut abwägen können.
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Auch hinsichtlich der insgesamt vorhandenen Informationen seit der Entscheidung der Landesregierung am 12. Februar herrscht große Unzufriedenheit (56 Prozent).
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Mit der Kommunikation der angestrebten Veränderungen in der rheinland-pfälzischen Universitätslandschaft durch das Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sind mehr als 90 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen nicht zufrieden, zwei Drittel sind sogar sehr unzufrieden.
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Knapp ein Drittel der Befragten sehen die Verantwortung für die Bereitstellung von Informationen beim MWWK, zwei Drittel der Personen nennen jedoch sowohl das Ministerium als auch die Universität.

Risiken der Zusammenführung

Die Befürchtung, dass der Ruf der Universität verloren geht, der Abschluss an der TU Kaiserslautern damit weniger wert sein wird und auch das Ausbildungsniveau sinkt, stellen nach Meinung der Befragten die die drei größten Risiken bei einer Zusammenführung dar. Die Bedeutung einzelner Risiken variiert dabei äußert stark je Statusgruppe: So wurde die Wertigkeit des Abschlusses von 60 Prozent der befragten Studierenden jedoch lediglich von 12 Prozent der Professor*innen genannt. [Differenzierung der Risiken nach Fachbereichen weiter unten zum Download]

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Aus einer Listen von 14 Punkten konnten die Befragten bis zu vier Risiken benennen oder auch eigene Risiken angeben.
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Aus einer Listen von 14 Punkten konnten die Befragten bis zu vier Risiken benennen oder auch eigene Risiken angeben.
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Aus einer Listen von 14 Punkten konnten die Befragten bis zu vier Risiken benennen oder auch eigene Risiken angeben.
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Aus einer Listen von 14 Punkten konnten die Befragten bis zu vier Risiken benennen oder auch eigene Risiken angeben.
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Aus einer Listen von 14 Punkten konnten die Befragten bis zu vier Risiken benennen oder auch eigene Risiken angeben.

Chancen der Zusammenführung

Ein größeres politisches Gewicht innerhalb der rheinland-pfälzisches Hochschullandschaft, größere fachliche Breite sowie neue Möglichkeiten im Bereich der Angebotsstruktur werden als die größten Chancen einer Zusammenführung gesehen. Es zeigt sich hier, dass sich die Befragten mit möglichen Chancen deutlich schwieriger getan haben als mit Risiken. Lediglich 89 Prozent der Teilnehmer*innen haben diese Frage beantwortet.

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Aus einer Liste von acht Punkten konnten die Befragten bis zu drei Chancen benennen oder auch nicht genannte Chancen angeben.
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Aus einer Liste von acht Punkten konnten die Befragten bis zu drei Chancen benennen oder auch nicht genannte Chancen angeben.
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Aus einer Liste von acht Punkten konnten die Befragten bis zu drei Chancen benennen oder auch nicht genannte Chancen angeben.

Risiken vs. Chancen, Einstellung zur Zusammenführung

Drei Viertel der Teilnehmenden waren der Ansicht, dass die Risiken einer Zusammenführungen gegenüber möglichen Chancen deutlichst überwiegen. Weitere sieben Prozent sind leicht negativ eingestellt und 13 Prozent können hierzu keine Aussage treffen. Somit äußern sich lediglich sieben Prozent positiv oder zumindest nicht negativ hinsichtlich Risiken und Chancen.

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Drei Viertel der Befragten sahen deutlich mehr Risiken als Chancen bei einer Zusammenführung der TU Kaiserslautern mit dem Universitätsstandort Landau. 13 Prozent konnten hierzu keine Aussage machen.

Änhlich wie die Frage nach Risiken und Chancen verhält es sich auf bei der Einstellung zur Zusammenführung. 76 Prozent der Befragten sprechen sich klar gegen eine Zusammenführung aus, weitere fünf Prozent sind negativ eingestellt. Lediglich vier Prozent sprechen sich für eine Zusammenführung aus, drei Prozent sind neutral eingestellt. 12 Prozent konnten hierzu keine Aussage treffen.

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Mehr als drei Viertel der Befragten sprachen sich deutlich gegen eine Zusammenführung mit dem Universitätsstandort Landau aus. 12 Prozent der Personen gaben an, dass sie das Für oder Wider eine Zusammenführung nicht beurteilen könnten.