Elterngeld

Ab der Geburt eures Kindes könnt ihr gemeinsam bis zu 14 Monate lang Elterngeld erhalten. Dieses Geld ist als Ersatz für das wegfallende monatliche Erwerbseinkommen während dieser Betreungszeit gedacht. Dabei könnt ihr die Zeit frei unter euch aufteilen. Ein Elternteil muss allerdings für mindestens zwei Monate die Leistung beziehen. Entsprechend kann für den anderen Elternteil maximal zwölf Monate lang Elterngeld gezahlt werden. Arbeitet ihr während des Elterngeldbezugs in Teilzeit, darf die Wochenarbeitszeit jeweils 30 Stunden nicht übersteigen.

Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, können aufgrund des fehlenden Partners volle 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.

Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, das Elterngeld bei einem verminderten Monatssatz, aber gleichbleibender Gesamtsumme, auch länger zu erhalten. Eltern, deren Kinder ab dem 01.07.2015 zur Welt kommen, dürfen künftig zwischen dem alten Elterngeld (Basiselterngeld) und dem neuen Elterngeld Plus wählen.

Wer bekommt Elterngeld?

Anspruch auf Elterngeld haben prinzipiell alle Eltern.

Ihr habt Anspruch darauf wenn ihr

  • euer Kind nach der Geburt selbst betreut und erzieht,
  • nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig seid,
  • mit eurem Kindern in einem Haushalt lebt und
  • euren Wohnsitz oder euren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland habt.

Wie beantragt man Elterngeld?

Das Elterngeld muss schriftlich beantragt werden. Ihr erhaltet Elterngeld also nicht automatisch mit der Geburt eures Kindes. Zuständig ist das Jugendamt der Stadt oder des Landkreises in der/dem ihr wohnt. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. Der jeweilige Antrag kann einmal ohne Angabe von Gründen und zusätzlich einmal in Härtefällen geändert werden. Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Dennoch sollte man nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen, den Elterngeld wird nur rückwirkende für die letzten drei Monate vor dem Antragsmonat gezahlt.

Höhe des Elterngelds

Maßgebend für die Höhe des Elterngelds ist das Nettoeinkommen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes. Bei der Bestimmung der zwölf Kalendermonate werden Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld oder Elterngeld sowie Monate, in denen aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung das Einkommen gesunken ist, grundsätzlich nicht mitgezählt. Dies gilt ebenfalls für Monate, in denen auf Grund von Wehr- oder Zivildienstzeiten Einkommen weggefallen ist. Statt dieser Monate werden zusätzlich weiter zurück liegende Monate zugrunde gelegt.

Das Elterngeld ersetzt dann in der Regel 67 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallenden monatlichen Erwerbseinkommens und beträgt maximal 1.800 Euro.

Den Mindestbetrag von 300 Euro erhalten auch nicht erwerbstätige Elternteile zusätzlich zu Sozialleistungen wie beispielsweise dem Wohngeld oder dem Kinderzuschlag.

Für Geringverdiener, Mehrkindfamilien und Familien mit Mehrlingen wird das Elterngeld erhöht.

Mutterschaftsleistungen, wie etwa das Mutterschaftsgeld einschließlich des Arbeitgeberzuschusses, werden auf das Elterngeld voll angerechnet.

Quelle: bmfsfj

Weitere Informationen erhaltet ihr unter folgendem Link: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie

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