Kindergeld

Anspruch auf das Kindergeld haben grundsätzlich deine Eltern.
Bis zum 18. Lebensjahr des Kindes können die Eltern für ihr Kind Kindergeld beziehen:

  • für das erste und zweite Kind monatlich 192 Euro,
  • für das dritte Kind monatlich 198 Euro,
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 223 Euro.

Nach dem 18. Lebensjahr des Kindes ist für den Bezug des Kindergeldes Voraussetzung, dass das Kind sich in einer Erstausbildung befindet oder noch zur Schule für einen allgemeinbildenden Abschluss geht (vor einem berufsqualifizierenden Abschluss).
Um eine Erstausbildung kann es sich auch dann noch handeln, wenn das Kind an eine berufliche Ausbildung ein passendes Studium anschließt, also zum Beispiel zunächst eine Ausbildung zum Elektriker, danach Studium der Elektrotechnik.

Kindergeld erhalten deine Eltern, solange du dich in deiner Ausbildung befindest, bis zum  25. Lebensjahr. Unter Umständen kann über das 25. Lebensjahr hinaus Kindegeld bezogen werden. Beispielsweise um die Zeit des Wehr- oder Zivildienstes.  Mehr Informationen hierzu findest du hier.

Zuverdienst beim Kindergeld

Mit Beginn 2012 sind die Einkommensgrenzen bei volljährige Kinder entfallen. Es kommt nur noch darauf an ob ein volljähriges Kind eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat oder nicht.

Für Kinder, die noch keinen Berufsabschluss haben, erhalten die Eltern immer Kindergeld, unabhängig davon ob sie einer Beschäftigung nach gehen und wieviel sie dort verdienen.

Bei Kindern mit einem Berufsabschluss wird nur dann Kindergeld gezahlt, wenn sie keiner schädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen. Dies bedeutet, dass sie

  • bei einer regelmäßigen Beschäftigung nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten dürfen oder
  • sich in einem Ausbildungsdienstverhältnis befinden (Lehrer im Referendariat) oder
  • einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.

Abzweig des Kindergelds

Studierende, die Anspruch auf Unterhalt von den Eltern haben, diese jedoch nicht (oder zuwenig) bezahlen, können das Kindergeld an sich abzweigen lassen. Dieser Abzweig wird bei der Familienkasse (beim Arbeitsamt) beantragt. Die Eltern müssen dann eine Stellungnahme abgeben, daraufhin wird entschieden, ob das Kindergeld abgezweigt wird oder nicht.